Konzept


Die Interdisziplinäre Sommerakademie FIDELITER INTELLEGENS (FI) ist eine 5-tägige Konferenz, die dazu dient, den wissenschaftlichen Austausch und die persönliche Spiritualität katholischer Nachwuchswissenschaftler aller Disziplinen zu fördern.
Insbesondere die Qualifizierungsphase des Masters und der Promotion, ist ein Zeitraum, in dem es wichtig ist sich sowohl wissenschaftlich zu profilieren, gleichsam jedoch auch das eigene Glaubensleben zu festigen – vor allem im Hinblick auf die Verortung des eigenen Forschens und Handelns innerhalb der Wissenschaft. Mit dieser Akademie wird in- und ausländischen Nachwuchswissenschaftlern aus diversen Fachbereichen die Möglichkeit geboten, diese essentiellen Bestandteile ihres Lebens, auf Grundlage des benediktinischen Leitsatzes „Ora et labora et lege“ zu betrachten und zu verbinden. Die Teilnehmer tauschen sich auf interdisziplinärer Ebene, im Rahmen eines vorgegebenen Themas aus, lernen neue Ansätze kennen und stellen die eigene Arbeit zur Diskussion (wissenschaftlicher Teil). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ihre Referate so zu formulieren, dass die Diskussion mit einem dezidiert interdisziplinär zusammengesetzten Publikum möglich ist. Durch diese Gesprächsübereinkunft ist eine Offenheit in den Diskussionen garantiert; die Wissenshierarchien werden dadurch flacher. Dadurch wird es den Teilnehmern einerseits erleichtert über den Tellerrand des eigenen Fachgebietes zu blicken, andererseits bleibt die Expertise des Vortragenden als Konstante und Regulativ im Austausch bestehen. Begleitend nehmen sie an einem geistlichen Programm teil, das ihnen die Möglichkeit bietet, Aspekte der benediktinischen Tradition aufzugreifen und damit Wissenschaft und Glaube zu verknüpfen. Diese beiden Dimensionen finden in der Gesamtschau von FI ihre Symbiose und stärken die Teilnehmer auf ihrem Weg in Forschung, Kirche und Gesellschaft.

Aufbau der Akademie

Der Sommerakademie liegt jedes Jahr ein anderer Themenkomplex zugrunde. Die Auftaktveranstaltung besteht in einem Abendvortrag, welcher von einem externen Referenten gegeben wird. Hierbei soll eine Grundlage gelegt werden, auf welche in den kommenden Tagen rekurriert werden kann. Auch der Samstagabend wird durch einen externen Keynote-Speaker gestaltet, die oder der in einem Vortrag expliziter auf das Thema der Akademie eingeht.

Die vier Tage untergliedern sich jeweils in ein Vor- und Nachmittagsprogramm. Die Vormittage sind vornehmlich gestaltet durch die Vorträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und belechten verschiedene Aspekte des Tagungsthemas entsprechend der jeweiligen Forschungsgebiete. In den anschließenden Diskussionen werden Fachbeiträge, Meinungen, Ideen und Kritik aus dem Plenum zum Thema eingebracht. Mit diesem Vorgehen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wo in den einzelnen Disziplinen Chancen für Nachforschungen und Zusammenarbeit bestehen.

Der Nachmittag dient dem geistlichen Programm. Neben der gemeinsamen Heiligen Messe ist es den gesamten Zeitraum der Sommerakademie über möglich, am Stundengebet der Mönche teilzunehmen; ein vertieftes spirituelles Programm ist jedoch maßgeblicher Bestandteil von „Fideliter Intellegens“. Dahingehend ist der Nachmittag in benediktinischem Geist unterteilt in Zeit für geistliche Lesung und Stille sowie Impulse von P.  Winfried Schwab OSB anhand der Regula Benedicti. Das spirituelle Programm wird durch diesen vorgegeben und weist Bezüge zum Thema der Sommerakademie auf. Grundlegend sollen die Teilnehmer dazu bereit sein, sich auf diese Nachmittage einzulassen, um die Wirkmächtigkeit des Gebetes und der Ruhe in Verbindung mit ihrer Arbeit zu erfahren.